Regenbogenschule Bega
Schulhof Regenbogenschule Bega

 Regenbogenschule Bega

Förderschule
für Emotionale & Soziale Entwicklung

des Kreises Lippe



Unsere Schule


Die Regenbogenschule in Bega wurde 1986 gegründet und ist eine von zwei Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung im Primarbereich in Trägerschaft des Kreises Lippe.

Die Regenbogenschule wird zurzeit von 79 Schülerinnen und Schülern im Alter von 6-12 Jahren besucht.

Die Schülerinnen und Schüler werden in fünf altersgemischten Klassen mit einer jeweiligen Klassengröße von maximal 16 Kindern unterrichtet und betreut. Eine weitere altersgemischte Klasse stellt aufgrund seiner Größe von maximal 7 Kindern eine Besonderheit dar. Die Kinder, die in dieser Klasse unterrichtet und betreut werden, benötigen einen besonders geschützten Rahmen, um erfolgreich am Schulalltag teilnehmen zu können.

Jede Klasse wird von zwei Lehrerinnen bzw. Lehrern unterrichtet, welche gemeinsam die Unterrichtsinhalte planen, pädagogische und sonderpädagogische Vorgehensweisen entwickeln und daraus resultierende individuelle Förderpläne und Ziele festlegen.

Durch die sehr niedrige Schüleranzahl ist ein verstärktes Eingehen auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler möglich.


Die Regenbogenschule ist eine Schule des gebundenen Ganztags. Damit ist ein durchgehender Aufenthalt der Schülerinnen und Schüler an drei Wochentagen in der Schule gewährleistet. Ebenso gehört ein gemeinsames, warmes Mittagessen an diesen Tagen dazu.

Wir arbeiten in unserer Schule eng als Team zusammen, das aus verschiedenen Professionen besteht. Gemeinsam ist es unser Ziel, Kinder mit Handicap insbesondere im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung möglichst individuell und optimal zu fördern.



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Schulleben


Unser Tagesablauf

Alle Schülerinnen und Schüler werden von zu Hause aus in Taxen zur Schule transportiert. Um 8:15 Uhr erreichen sie das Schulgelände und werden von ihren Lehrerinnen und Lehrern in Empfang genommen.

Während einer offenen Begrüßungsphase haben die Kinder die Möglichkeit anzukommen und sich mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrinnen und Lehrern auszutauschen.

Im ersten Block, von 8.30 - 9.45 Uhr, gibt es Gelegenheit für feste Rituale (durch Morgen- bzw. Erzählkreis, Lieder, Bewegungsspiele oder Wahrnehmungsübungen) , freiwilligen Frühsport in der Turnhalle zum ankommen und auspowern nach einer langen Taxifahrt, ein gemeinsames Frühstück in der Klasse und Unterricht in den Kernfächern Mathematik. Deutsch, Sachunterricht und Englisch.

Bei der Gestaltung des Schulalltags orientieren sich die Lehrerinnen und Lehrer an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler, als auch der gesamten Klasse. 

Das soziale Lernen und die emotionale Entwicklung haben an der Regenbogenschule eine zentrale Bedeutung.

Um 9.45 Uhr findet die erste große Pause statt. Dafür bietet das Außengelände viele attraktive Spielmöglichkeiten wie das Piratenschiff, die große Wiese und eine spezielle Fahrzeugfläche. Dabei kommt Bewegung, Spiel, Spaß und frische Luft nicht zu kurz. Auf jedem Teil des Außengeländes ist eine Aufsicht zu finden, die für die Schülerinnen und Schüler als Ansprechpartner zu Verfügung steht und bei möglichen Streitigkeiten eingreifen kann. Es gibt im Gebäude auch einen Spieletreff, für Kinder die nicht gerne nach draußen möchten und lieber ein paar Spiele spielen möchten.

Sollte das Wetter zu den Pausenzeiten schlecht sein, werden die Flure und das Foyer zum Pausenhof umfunktioniert und jeweils drei Schülerinnen und Schüler einer Klasse können zum Pausensport in die Turnhalle.

Mit dem Pausenende um 10.05 Uhr finden sich alle Schülerinnen und Schüler wieder in ihren Klassen ein und der zweite Block beginnt. Im zweiten Block finden sowohl weiterer Unterricht, als auch verschiedene Förderbänder und (außer-)unterrichtliche Angebote statt.

Da die Regenbogenschule eine Ganztagsschule ist, endet der Unterricht Montag, Dienstag und Donnerstag um 15.15 Uhr, sodass der zweite Block an diesen Tagen bis um 11.50 Uhr geht. 

Mittwoch und Freitag endet der Unterricht hingegen um 11.30 Uhr. 


An den drei langen Tagen erhalten alle Schülerinnen und Schüler ein warmes Mittagessen. Im Anschluss findet innerhalb des Klassenverbands eine Leisezeit statt, die es den Schülerinnen und Schülern etwas Ruhe und Entspannung ermöglichen soll. 

Die Nachmittage sind von verschiedenen AG's, Angeboten, sowie Kunst-, Musik, und Religionsunterricht geprägt.



Beförderung


Der Schulträger organisiert die Beförderung der Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Einzugsgebiet der Schule.

Die Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen dieses so genannten Schülerspezialverkehrs von beauftragten Unternehmen abgeholt und nach dem Unterricht wieder nach Hause gebracht.


Weitere Informationen zur Beförderung, sowie Ansprechpartner finden Sie über den untenstehenden Button.

Fragen zur Beförderung? Hier klicken

Konzept


Pädagogisches Konzept

Die Regenbogenschule wird von Kindern besucht, die u.a. aufgrund von massiven Schulschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, sozialen Benachteiligungen, Entwicklungsverzögerungen, Konzentrationsschwächen, Wahrnehmungsstörungen und/oder psychischen Störungen und damit entsprechenden Lernbeeinträchtigungen mit den einer Grundschule zur Verfügung stehenden Fördermaßnahmen nicht oder nicht hinreichend gefördert werden können.

Dadurch ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler oft große Schwierigkeiten im Schulalltag.
Das bedeutet, dass diese Kinder eine intensive sonder- und sozialpädagogische Förderung, insbesondere im Bereich des sozialen Lernens, benötigen.
Aus diesem Grund ist die Arbeit an der Regenbogenschule von vielerlei Komponenten gekennzeichnet.
Neben Unterricht findet gemeinsames Leben und Erleben in vielfältigen Situationen statt. Gemeinsame positive Erlebnisse zu schaffen, konflikthafte Auseinandersetzungen konstruktiv zu lösen sowie pädagogisch flexible Handlungsmöglichkeiten zu gestalten, stellen einen nicht geringen Anspruch an das Team der Regenbogenschule.

Wir begreifen Schule als soziales Lernfeld und sehen es daher als unsere Aufgabe die Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung sozialer Fähigkeiten zu stärken, sowie bei Problemen und schwierigen Situationen zu unterstützen. Daher ist das Team der Schule darum bemüht Möglichkeiten, die sowohl im unterrichtlichen, als auch im außerunterrichtlichen Bereich stattfinden, zu schaffen.

Eine vielfältige Gelegenheit, außerunterrichtliche Angebote und Unterricht miteinander zu verzahnen, bietet das Konzept des Ganztags. Aufgrund des sonderpädagogischen Unterstützungs- und Förderbedarfs wird auf individuelle und stark unterscheidende Bedürfnisse z.B. in Form von folgender Angebote eingegangen:

  • Gärtnern & Handwerken

    Der naturnahe Garten ist ein wertvoller Lernort für Schülerinnen und Schüler. Hier kann Natur mit allen Sinnen erfahren werden: Der Duft von Zitronenmelisse, der Geschmack von Himbeeren, das Kochen mit selbst geernteten Kräutern, das Gesumme der Bienen und die Farben der Blumen. Unsere Kräuterspirale mit angrenzendem Insektenhotel, das Gewächshaus und unsere Hochbeete sind ein Lern- und Erlebnisraum, der auffordert, auf Entdeckungsreise zu gehen. Er lädt ein zum Beobachten, Staunen, Erforschen, Spielen, Gestalten, Arbeiten und Genießen. Die Arbeit im Schulgarten ermöglicht ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ und schafft einen Ausgleich zum kognitiven Lernen. Die anfallenden Aufgaben im Garten sind vielseitig und fördern neben gärtnerischen, handwerklichen und hauswirtschaftlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die SchülerInnen erleben auch, dass Ausdauer wichtig ist, um langfristige Ziele zu erreichen: Vom Setzen der Samen bis hin zu den selbst geernteten Früchten braucht es eben Geduld. 

    Erfolge und Misserfolge werden von allen gemeinsam erlebt. Das Arbeiten im Garten ist weitgehend frei von Konkurrenz und Vergleich. Jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten einbringen und Erfolg haben, was das Selbstbewusstsein stärkt. Die Freude über die Ernte und das gemeinsame Kochen / Essen fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl.

    An Tagen, an denen das Wetter nicht so „mitspielt“, kann im Werkraum überwiegend aus dem Werkstoff Holz Nützliches für den Garten gebaut werden. Handwerken mit Kindern ist aber natürlich nicht ganz unriskant, schließlich muss man mit scharfen oder spitzen Werkzeugen arbeiten, was gleichzeitig bedeutet, man muss sich an Regeln halten!

    Das angeleitete selbstständige Werken schult die motorischen Fähigkeiten und vermittelt vor allem Selbstvertrauen. Kinder lernen Geduld zu haben, machen Erfahrungen, wenn etwas mal nicht klappt, entwickeln Geschick, können sich kreativ ausleben und lernen fürs Leben. Das Besondere am Arbeiten mit Holz ist, dass es ein lebendiger nachhaltiger Naturwerkstoff ist, der sich auf vielfältige Weise bearbeiten lässt. Im Laufe des Bearbeitungsprozesses lernen sie ihre Geschicklichkeit, Feinmotorik und Geduld kennen. Das Eigenständige erschaffen eines Werkstückes aus Holz stärkt auch das Selbstbewusstsein.

  • Offene Bühne

    Die Offene Bühne ist ein fester Bestandteil des Schullebens an der Regenbogenschule. Die Schülerinnen und Schüler der gesamten Schule kommen zweimal im Monat zusammen, um gemeinsam zu singen, zu tanzen, Lernergebnisse zu präsentieren, Eingeübtes vorzuführen, sich über Neuigkeiten zu informieren, neue Schüler und Lehrer vorzustellen und vieles mehr. Einen besonderen Stellenwert hat auch, dass die Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen wertgeschätzt werden.

    Die „AG“ zur offenen Bühne findet im Wechsel ebenfalls ca. alle 2 Wochen statt und ist ein offenes Angebot für Schülerinnen und Schüler, die etwas im Rahmen der Veranstaltung vorführen möchten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dafür individuelle Hilfen und Unterstützung, um bspw. ihre Referate einzustudieren, Liedtexte umzudichten, Moderationen oder Sketche zu üben oder die Buchvorstellung der Woche zu planen. Das Angebot dient dazu, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihre Lernergebnisse und Erfahrungen mit anderen auszutauschen, kreativ zu werden, sich mitzuteilen, ihre Ängste zu überwinden und ihren Selbstwert zu stärken sowie Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

  • Pferde & Reiten

    Bei der Reit- und Pferde-AG ist das vordringliche Ziel den richtigen Umgang mit dem Pferd zu erlernen. 

    Dafür werden verschiedene Aufgaben, wie z.B. die Fellpflege und das Führen des Pferdes, an die Schülerinnen und Schüler herangetragen. Dabei erlernen sie mögliche Ängste zu überwinden, Sicherheit und Selbstbewusstsein zu erlangen, sowie mithilfe ihrer eigenen Körpersprache klare Signale an das Pferd zu richten. 

    Während die Schülerinnen und Schüler auf dem Rücken des Pferdes, durch einen Parcours, geführt werden, wird ihr Gleichgewicht und das Körpergefühl geschult, sowie das (Selbst-)Vertrauen gestärkt.

  • Töpfern

    Der Umgang mit dem Werkstoff Ton macht Spaß. Ton ist ein Naturmaterial, das sich hervorragend eignet, um seiner Kreativität und Phantasie freien Lauf zu lassen und die unterschiedlichsten Gegenstände anzufertigen. Der weiche Ton lässt sich gut formen, kneten und modellieren. Die Kinder können dabei ausprobieren, was sich aus einem Klumpen Ton alles gestalten lässt.

    Der Werkstoff Ton ist außerdem besonders dafür geeignet, Veränderungen und Prozesse abzubilden und widerzuspiegeln. Durch seine Plastizität eröffnet er die Möglichkeit, zu experimentieren und sich auf künstlerische Art und Weise mit persönlichen Themen auseinanderzusetzen. Erkenntnisse können im Tun gewonnen, Gefühle und Stimmungen ausgedrückt werden. Dies wiederum stößt Lösungsprozesse auf der kognitiven Ebene an und trägt zur Entspannung bei.




Temporäre Lerngruppe "Movy"

Die temporäre Lerngruppe "Movy" ist eine intensivpädagogische Maßnahme und ein zeitlich begrenztes Unterstützungs- und Förderangebot während der Schulzeit.
Diese soll die Förderung und Beschulung von Schülerinnen und Schülern sicherstellen, die aufgrund vielfältiger Ursachen mit den sozial-emotionalen und zum Teil auch kognitiven Anforderungen des Schulalltags überfordert sind.

Im Rahmen des intensivpädagogischen Förderangebots sollen die Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei der Entwicklung und Stärkung von sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen erfahren, Lernerfolge erleben, ein positives Selbstbild entwickeln und sich als Teil einer Gemeinschaft erleben. Die Schülerinnen und Schüler sollen positive Schulerfahrungen machen.

Indem sie Hilfe zur Bewältigung der Belastung oder Überforderung erhalten und erfahren, soll eine langfristig wieder erfolgreiche Teilnahme am schulischen Alltag und Unterricht im Klassenverband ermöglicht werden, Defizite und Entwicklungsretadierungen sollen insbesondere im sozial-emotionalen Bereich deutlich verringert werden.

Des Weiteren soll die temporäre Lerngruppe Schülerinnen und Schülern vor den Grenzen ihrer Beschulbarkeit oder wiederkehrenden Suspendierung schützen.

Auf Grundlage dieser Leit-/Förderziele werden individuelle Feinziele nach dem jeweiligen Bedarf und Entwicklungsstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler abgestimmt.


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Inselraum

In den Inselraum kommen Schülerinnen und Schüler, wenn beispielsweise Konflikte deeskaliert werden müssen (Konstruktion oder toben mit Schaumstoffbausteinen), oder wenn sich die Schülerinnen und Schüler wegen Frust oder Krankheit zurückziehen möchten. Dieser Raum ist so gestaltet, dass er beruhigend und entspannend wirkt (Sternenhimmel, leise Musik, Hängematte).

Leistungskonzept

Wie kommen eigentlich die Beurteilungen und Noten für mein Kind zustande?
Diese Frage stellen sich alle irgendwann einmal. Um eine möglichst gute Transparenz unserer Arbeit auch im Bereich der Leistungsbewertung zu bieten, finden Sie hier unser Leistungskonzept.
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Leistungskonzept